Once upon a time…

Im Mittelpunkt meines künstlerischen Schaffens steht inzwischen die Serie „Once upon a time…“, deren Anfänge im Jahr 2015 liegen. Mit meinen groß angelegten Installationen trete ich in Interaktion mit besonderen Orten im urbanen und ländlichen Raum. Im Laufe der Zeit haben dabei sowohl die konzeptionelle Herangehensweise als auch die gewählten Materialien einen Wandel durchlaufen.

Unkel goes to Venice, 58 Biennale di Venezia 2019Unkel goes to Venice, 58 Biennale di Venezia 2019

Die Serie “Once upon a time…“ beschreibt eine fortlaufende Geschichte, die einst in der Natur begann und im laufenden Prozess immer weitere Plätze fand, an denen sie realisiert wurde. Der Titel bezieht sich in erster Linie auf den Prozess der Vergänglichkeit, die zum Thema gemacht werden will. Die Serie begreift sich als Installation und geht an ausgewählten Plätzen in Interaktion mit dem jeweiligen Ort.

Meist finden sich diese Plätze in der Natur oder haben einen Bezug zu urbanem Raum und wollen poetische, von Hoffnung getragene Botschaften vermitteln. Die konstruktivistische Basis besteht aus Stäben, versenkt im Erdreich oder fixiert auf Basisplatten. Die Stäbe tragen ein wildes Gebilde aus dünnem Maschendraht (”Hasendraht”).

Die entstehenden Objekte reagieren mit Wind, Wetter und natürlich Licht. Der Draht gibt das Licht dabei in all seinen Erscheinungen zurück. Bei hellem Sonnenschein anders als unter trübem Himmel oder nächtlichem Kunstlicht. Je nach Hintergrund oder Untergrund ergeben sich Schatten auf Boden und Wand. Immer aber bleibt die Erscheinung des Lichtes immateriell und die Form der Installation offen.

„Once upon a time …“ verwendete zunächst über mehrere Kapitel hinweg ausschließlich unbehandelten Maschendraht, der Natur und Vergänglichkeit preisgegeben. Später folgte im urbanen Raum die Verwendung von Farbe und Beschichtung, der städtische Raum verlangte mehr nach einem schreienden Ruf nach Aufmerksamkeit. Die Farbe Pink kam hinzu.

Mit der Zeit erfuhr die Reihe verschiedene Materialerweiterungen. Ein beispielhafter Auslöser für diese Entwicklung war die Einladung nach Sizilien als Artist in Residence im Sommer 2025, verbunden mit der Möglichkeit, einen traditionellen landwirtschaftlichen Betrieb zu besuchen, der über 30.000 Olivenbäume, Mandelbäume und Obstbäume kultiviert.

Im laufenden Prozess ergab sich die Erkenntnis, dass die Verdichtung von Material hier nicht nur mit Drahtgeweben erfolgen sollte, sondern unbedingt auch mit gebrauchten Wasserschläuchen aus den traditionellen Bewässerungssystemen vor Ort.

Große und kleine Installationen, ebenso Skulpturen verwenden dazu auch Zement und Beton. Sie spiegeln die Bodenbeschaffenheit der Insel wider. Die entstehenden Objekte reagieren mit Wind, Wetter und natürlich Licht. Der Draht gibt das Licht dabei in all seinen Erscheinungen zurück. Bei hellem Sonnenschein anders als unter trübem Himmel oder nächtlichem Kunstlicht.

Je nach Hintergrund oder Untergrund ergeben sich Schatten auf Boden und Wand. Immer aber bleibt die Erscheinung des Lichtes immateriell und die Form der Installation offen.

Begleiten Sie mich auf meiner Reise!

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